First Service


Tennis, Aufschlag, Rasen, Turnier, Tennisturnier, Saguta
Aufschlagstudie des japanischen Tennisprofis Yuichi Sugita, Stuttgart/D                    ©Stefan Anker

Jahrelang war ich nicht live beim Tennis, heute konnte ich mir ein paar Ballwechsel beim Mercedes-Cup in Stuttgart ansehen. Zum Fotografieren dieser sehr schnellen Sportart (vor allem auf Rasen), hatte ich zwar die falsche Kamera dabei, aber ich habe mir mit einer kleinen Überstunde am Abend über diesen Nachteil hinweg geholfen.

Das Tennisturnier war nicht mein Ziel, sondern die Weltpremiere des neuen T-Modells der Mercedes E-Klasse. Dafür bin ich mit der langsameren meiner beiden Kameras angereist und mit dem Standardzoom 24-105 mm.

Für formatfüllende Actionfotos war das die falsche Kombination, aber ich habe mich dann bei einem Qualifikationsmatch so dicht wie möglich an die Grundlinie gesetzt, auf den Kopf des aufschlagenden Spielers scharf gestellt und versucht, eine Bewegungsstudie seines Aufschlags zu machen.

Auch dafür wäre die schnellere Kamera (10 Bilder/Sekunde) besser geeignet gewesen, aber mit 3,5 Bildern pro Sekunde ging es auch. Viel entscheidender war es, die Kamera während der Aufnahme ruhig zu halten und nicht dem springenden Spieler zu folgen. Nur so konnten die Bilder einigermaßen vergleichbar werden. 1000-prozentig ist das nicht gelungen, wie man am unterschiedlich großen grünen Streifen am unteren Bildrand sieht, aber die kleine Steinmauer hinter dem Spieler ist in jedem Bild auf derselben Höhe.

Sicher kann man das mit einem Stativ noch besser hinbekommen, aber ich reise selten mit Stativ – eigentlich nur, wenn ich vorher wirklich plane, es zu benutzen.

Die erwähnte Überstunde war nach der Bildbearbeitung in Lightroom nötig. Ich habe die drei ausgesuchten Fotos dann mit Photoshop zu diesem Triptychon zusammen montiert. Stimmt, das dauert gewöhnlich keine Stunde, aber ich bin leider kein großer Photoshop-Experte – weil Lightroom so gut ist, nutze ich fast nur das.

Wer nachmisst, wird feststellen, dass ich nicht exakt das Seitenverhältnis 2:3 beibehalten habe, diese Berechnung habe ich in der knappen Zeit bis Mitternacht nicht mehr so korrekt hinbekommen, aber ich denke, das Bild geht noch als einigermaßen plausibel durch.

Ich freue mich übrigens über den Bewegungsablauf, den ich hier festhalten konnte. Die langsame Kamera schafft fünf Bilder pro Aufschlag, und diese drei hier zeigen genau die entschiedenen Phasen: Ball hochwerfen, abspringen zum Schlagen und mit dem Blick nach vorn wieder landen.

Diese Eleganz hat dem hier abgebildeten Spieler Yuichi Sugita (Nr. 110 der Weltrangliste) aber nichts genützt. Er unterlag in seinem Qualifikationsmatch wenig später dem Franzosen Fabrice Martin im Tie-Break, Endstand war 6:4, 6:7, 6:7. Somit fährt Sugita mit 1380 Euro Preisgeld nach Hause, was sicher nicht mal für die Reisekosten gereicht hat.

Der Gewinner wird am Sonntag (12.6.2016) einen Scheck über 107.900 Euro erhalten.

Ich bin übrigens kein sehr verständiger Tennisgucker. Ob das hier wirklich ein „First Service“ ist, wie ich im Titel geschrieben habe (erster Aufschlag), kann ich nicht beurteilen. Möglicherweise ist es auch der zweite, mit weniger Risiko und leicht veränderter Technik geschlagene Aufschlag („Second Service“). Wenn das jemand sicher erkennt, bitte ich um einen Hinweis, dann korrigiere ich die Überschrift.

Persönlicher Kontakt: 0171/8323 565
mail@stefananker.com

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