Schöner wohnen


Wohnhaus, Mietshaus, Hausflur
Wohnanlage in Köpenick, Berlin/D                    ©Stefan Anker

Schon wieder traue ich mich eher spontan an ein Motiv, was eigentlich viel Akribie und Vorbereitung erfordert, mindestens aber mal ein Stativ und ein paar Minuten für die exakte Ausrichtung der Kamera. Wie gestern konnte das eigentlich nur schief gehen, ich bin trotzdem viel zufriedener heute.

Wir blicken in eine zum Wohnhaus umgebaute ehemalige Filmfabrik. Wenn mir mein Sohn, der mit seiner kleinen Familie hinter einer dieser Türen wohnt, erzählt hätte, das Haus sei früher mal ein Gefängnis gewesen, hätte ich es auch geglaubt. Aber tatsächlich ging es hier um Arbeit und nicht um Strafe.

Es sind viele solche Häuser umgebaut worden, und die Architekten haben aus meiner Sicht ganze Arbeit geleistet. Heute waren wir nun zum Fußballgucken eingeladen, und ich habe mich vor dem Spiel für ein paar Minuten mit der Kamera vor die Wohnungstür begeben.

Bei diesem Foto geht es für mich um Strukturen und um Symmetrie. Speziell Symmetrie ist mit der Kamera in der freien Hand allerdings nur schwer abzubilden. Es ist mir hier auch nicht zu 100 Prozent gelungen, aber ich denke, ich bin nah herangekommen. Dabei haben mir einerseits die vielen Hilfslinien im Bild (also auch vor Ort) geholfen, und zum guten Gesamteindruck des Fotos trägt andererseits auch die verzerrungsfreie Darstellung meines 50-Millimeter-Objektivs bei. Den Rest erledigte dann die Upright-Funktion in Lightroom.

Bildbearbeitung war natürlich auch hier ganz wichtig. Ich persönlich mag bei Architekturfotos eine sehr helle Abbildung. Darum habe ich schon bei der Aufnahme um zwei Stufen überbelichtet und die Belichtung später noch leicht erhöht. Vor allem aber ist dieses Foto stark entsättigt worden, so dass eine eigentümlich stille Stimmung entsteht.

Tatsächlich knackt und knirscht das Glasdach über dem Wandelgang die ganze Zeit, und von irgendwoher hört man immer mal eine Stimme aus einem Geschoss weiter unten, aber das Foto wirkt für mich, als sei dieses Haus längst verlassen worden. Wer genau hinsieht, entdeckt allerdings auch Fußmatten vor einigen Türen, die diesen Eindruck widerlegen.

Wie auch immer: Mit diesem Bild kann ich besser leben als mit dem von gestern. und morgen versuche ich dann auch, wieder pünktlich zu liefern. Aufmerksame Leser dieses Blogs werden bemerkt haben, dass hier oben über dem Text zwar der 2.7. als Veröffentlichungsdatum steht, dass aber bis 23.59.59 Uhr weder Text noch Foto da waren. Ich bin tatsächlich erst in den frühen Morgenstunden des 3.7. zum Schreiben und Hochladen gekommen – das Bild aber ist vom 2.7., darum habe ich mir erlaubt, den Blogpost hier rückzudatieren.

Persönlicher Kontakt: 0171/8323 565
mail@stefananker.com

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