Das Haus zum Auto


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Mercedes E-Klasse T-Modell, Weißenhaus/D                    ©Stefan Anker

Sagte ich schon, dass ich große Kombis toll finde? Ich fahre selbst einen, allerdings ist da noch Luft nach oben, was HighTech-Faktor und Prestige angeht. Darum bin ich heute gern zur Pressepräsentation des T-Modells der Mercedes E-Klasse gefahren, denn das ist wirklich ein schönes Auto. Da es auch ein teures Auto ist, habe ich nach einem standesgemäßen Hintergrund für ein Foto gesucht – und ich würde sagen, es hat einigermaßen geklappt.

Das ist natürlich wieder mal so ein Bild, das nicht allein für eine Geschichte zu diesem Auto stehen kann. Aber als Teil einer größeren Produktion finde ich es immer besonders reizvoll, wenn das Motiv viel, viel kleiner ist als der Hintergrund. Die Werbeagentur der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ macht das ganz ähnlich, wenn sie für die Kampagne „Dahinter steckt immer ein kluger Kopf“ Prominente sowohl hinter der aufgeschlagenen Zeitung als auch irgendwo im Bild versteckt.

Und Mercedes selbst hat mein absolutes Lieblingsfoto dieser Art produziert. Als das Vorgängermodell der heutigen S-Klasse herauskam, gab es eine Art großformatiger Zeitschrift als Pressemappe. Das hochformatige Titelbild zierte eine Luftaufnahme des Schlosses Hohenzollern mit einer großartigen Landschaft drumherum – und ganz klein auf der Landstraße war die S-Klasse zu sehen, das fand ich sehr cool.

Zu meinen liebsten eigenen Autofotos gehört ein Querformat, das letztes Jahr in den französischen Alpen entstanden ist: Man sieht vier Sportwagen auf einer engen, kurvigen Straße – vor allem aber sieht man die Straße und die Gegend.

Mein Bild von heute ist, man erkennt es wohl, recht kräftig bearbeitet, so schön entsättigt und kühl kann man Haus, Auto und Rasen normalerweise nicht haben. Ich finde, dieser Look passt sowohl zu dem matten Abendlicht (die Sonne war gerade hinter dem Haus verschwunden) als auch zu der distinguierten Art von Auto und Haus.

Was mich aber noch ein wenig stört an dem Bild, ist die Tatsache, dass die Rasenfläche kreisrund ist. Dadurch wirkt das ganze Foto leicht verzerrt, obwohl es mit einem guten Weitwinkelobjektiv und kaum gekippter Kamera gemacht ist. Und die Upright-Funktion von Lightroom hat das Ihre dazu getan, dass das Haus gerade steht. Nur wegen der krummen Rasenkante wirkt es nicht ganz so, und wenn ich besser (oder wenigstens gut) in Photoshop wäre, hätte ich diese Kante wahrscheinlich begradigt.

Aber man kann halt nicht alles haben. Deswegen fahre ich ja auch weiter Citroën statt Mercedes.

P.S.: Gestern das Bild mit den Speicherkarten war eines der erfolgreichsten bisher in meinem Projekt 366. Offensichtlich bringt es Klicks, wenn mir Missgeschicke passieren …

Persönlicher Kontakt: 0171/8323 565
mail@stefananker.com

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