Schöne heile Carrera-Welt


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Carrera World, Oberasbach/D                    ©Stefan Anker

Bitte, bitte, schließt mich hier ein! Die ganze Nacht! Ich war heute Abend in der Carrera World, und das ist wirklich der Traum eines jeden kleinen Jungen (der unglücklicherweise im Körper eines 54-Jährigen steckt): Carrera-Bahnen, wohin das Auge blickt, die größte Bahn hat sechs Spuren und ist 82 Meter lang. Am Vorabend der Preisverleihung zum „Modellfahrzeug des Jahres von der Zeitschrift „Modellfahrzeug“  traf sich hier die Modellauto-Branche zu einem lockeren Rennabend, und am Ende gewann das Zweier-Team, in dem der Carrera-Chef mitfuhr, das Finale. Aber raten Sie mal, wer Zweiter wurde.

Genau: moi. Zusammen mit dem Chef des Modellauto-Großhändlers RMC, der am Ende seines Turns  sogar in Führung lag, die ich dann leider nicht halten konnte. Macht aber nichts, denn der Spaß überwog den Ehrgeiz dann doch. Jedenfalls hoffe ich, dass mein Enkel bald sechs Jahre alt wird, damit ich ihm seine erste Carrera-Bahn schenken kann.

Wenn ich nicht selbst gefahren bin, habe ich natürlich fotografiert und vor allem mit dem Teleobjektiv sehr viel Ausschuss fabriziert. Die kleinen Autos sind einfach höllisch schnell, da ist es ziemlich viel verlangt, dass der Autofokus immer schön am Motiv bleibt. Das klappt zwar besser, als man denkt, aber es ist schwierig, den Autofokuspunkt auch auf dem kleinen Auto zu halten.

Es wurde dann etwas ruhiger, als ich auf mein geliebtes Weitwinkelzoom wechselte. Damit habe ich auf die Kurve am Ende der langen Geraden scharfgestellt und den kontinuierlichen Autofokus abgeschaltet. Der Schärfepunkt blieb also jetzt immer auf den Schienen, ich habe die Kamera in den Serienbildmodus versetzt und abgewartet, was passierte.

Am Ende gefiel mir dieses Foto hier am besten, obwohl das Auto Bewegungsunschärfe aufweist und gleichzeitig der Pilot (der erste Mann in der Reihe rechts, der dem Wagen so aufmerksam hinterher guckt) in der Hintergrundunschärfe verschwimmt. Es liegen also zwei verschiedene Unschärfe-Arten auf bildwichtigen Teilen, und das ist normalerweise nicht optimal.

Andererseits ist trotz Blende 2.0 eine relativ große Schärfezone sehr gut erkennbar, und auch wenn das Auto sich nicht mehr ganz darin befindet, entsteht hier doch eher der Eindruck von Bewegung, wogegen bei einem Rennwagen grundsätzlich nichts zu sagen ist. Und dass der Mann auf das Auto guckt, erkennt man auch, ohne dass er scharf ist, insofern habe ich mich entschieden, das Bild dann doch zu zeigen.

Ober besser: Es zunächst zu bearbeiten und dann zu veröffentlichen. Es ist in der Carrera World nicht ganz so dunkel wie auf meinem Bild, aber das Licht ist doch eher indirekt und gedämpft. Das dämpfte auch die Kontraste, aber genau die brauchte ich, um das Rennauto vorn deutlicher herauszuarbeiten. Also kam hier wieder der Radialfilter zum Einsatz, sehr eng um das kleine Auto gelegt, und dann habe ich den Rest des Raumes sehr deutlich abgedunkelt. Nun sieht es ein bisschen so aus, als hätte ich das Auto angeblitzt (no way, dann hätte es keine Bewegungsunschärfe gegeben), oder als führe es durch eine Flutlichtzone (so etwas gibt es ja).

Eine Vignette und jeweils ein Verlaufsfilter links und rechts brachten weitere Dunkelheit an die Bildränder, so dass das Auto noch deutlicher als Motiv hervortrat.

Und jetzt würde ich gerne noch ein paar Runden fahren.

Persönlicher Kontakt: 0171/8323 565
mail@stefananker.com

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