Warten auf den Ton


Licht, lila, Bühne, Rockmusik, Konzert, Soundcheck
Subway to Sally beim Soundcheck zur „Eisheiligen Nacht“, Gießen/D                    ©Stefan Anker

Als Rockmusiker muss man warten können. Das ist jedenfalls ein Teil meiner Erkenntnis aus dem ersten Tag auf der „Eisheilige Nacht“-Tour mit Subway to Sally. Wir sind in Gießen, um 19 Uhr geht es los, aber um Mitternacht werden Subway to Sally erst von der Bühne gehen, weil noch drei Bands vor ihnen spielen. Den Soundcheck aber müssen die größten Bands immer zuerst machen, also haben sie gegen 14 Uhr zum ersten Mal die Bühne betreten. Und dann ging auch noch einiges schief.

Nein, nicht mit meinen Fotos, da habe ich bekommen, was ich wollte. Ich war mit zwei Kameras unterwegs, einmal mit 24-35 Millimeter und dann noch 70-200 Millimeter. Sollte ich irgendwelche Brennweiten dazwischen benötigen, muss ich halt ein bisschen mehr laufen, was allerdings nachher schwieriger wird, wenn erst die Zuschauer drin sind.

Aber wie gesagt – kein Thema im Vergleich zu der kleinen Ton-Katastrophe: Der Mann am Mischpult meldete am Ende des Soundchecks einen Absturz des Gerätes, womit seine  gespeicherten Einstellungen verloren gegangen waren, was eine Wiederholung der gesamten Prozedur nötig machte. Jetzt hängt wohl der Zeitplan ein bisschen, und ich bin gespannt, ob es wirklich um 19 Uhr losgeht (und damit um Mitternacht Feierabend ist).

Ansonsten aber: Sehr interessant das alles, freundliche Leute, und ich liebe es ja sowieso, unter Kunstlicht zu fotografieren. Man hat einfach viel mehr Freiheiten in der Nachbearbeitung, wobei ich hier gar nicht so viel gemacht habe (okay: dunkler, kontrastreicher, blauer).

Aber das Foto lebt eher vom Bildaufbau als von den Farben. Wir sehen Simon, der bei Subway to Sally das Trumscheit spielt (eine Art Bass mit zwei Saiten), außerdem übernimmt er akustische Gitarre und Backgroundgesang.

Und Simon (nicht Simon Michael, der sitzt hinter ihm am Schlagzeug) guckt nicht deshalb in die Luft, weil alles gerade so furchtbar aufregend ist, sondern weil er wartet, dass es weitergeht. Für mich ein super Moment, und er hat auch lange genug den Kopf so gehalten, dass ich zwei belastbare Fotos machen konnte – also scharf und mit diesem netten kleinen Glitzern im linken Auge, das echt ist und nicht nachträglich hinzugefügt.

Mein Foto des Tages habe ich also jetzt, dann kann es von mir aus losgehen mit der Show.

Persönlicher Kontakt: 0171/8323 565
mail@stefananker.com

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