Wanderlust


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Wanderung in der Toskana, Greve/I                    ©Stefan Anker

Eine meiner wichtigsten Regeln lautet: Fotografiere Menschen nicht von hinten. Aber wie alle Regeln darf auch sie gebrochen werden, und umso eher ist das erlaubt, wenn ich die Regel selbst aufgestellt habe. Also: Wer wandert, darf, soll  und muss auch von hinten fotografiert werden, denn diese Perspektive symbolisiert den Aufbruch, der mit jeder Wanderung verbunden ist. Und natürlich  gibt es auch noch einen ganz pragmatischen Grund für den Regelverstoß.

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Trügerischer Frieden


Mugnana, Toskana, Chianti, Castello di Mugnana
Castello di Mugnana, Mugnana/I ©Stefan Anker

Es liegt so friedlich in der Abendsonne, aber es hat mir heute beinahe den Garaus gemacht. Wir sehen das Castello di Mugnana in der Nähe der Chiantistadt Greve, und wie ich inzwischen weiß, kann man da sogar Zimmer buchen. Es ist auch hervorragend an eine Straße angebunden, doch meine Frau und ich sind ja zum Wandern hier. 500 Höhenmeter ergaben über den Tag verteilt drei steile Anstiege, und der zum Castello di Mugnano war die Hölle kurz vor dem Erreichen des Etappenziels. Die 600 Meter durch den Wald waren so steil, dass ich schon überlegt hatte, auf allen vieren hoch zu kraxeln. Und als wir es dann endlich geschafft hatten, kam um die Ecke eine ebenso steile Asphaltstraße – die mich immerhin mit dieser Fotoposition versöhnte. Aber wenn jemand noch einmal etwas von den sanften Hügeln der Toskana erzählt – falsch, falsch, falsch! Dieses Vorurteil gilt wirklich nur für Autos. Fußgänger und Mountainbikefahrer müssen hier teilweise an ihre Grenzen gehen, die Toskana ist auf jeden Fall ein Wandergebiet für Fortgeschrittene. Darum gibt es heute auch keine Bildbearbeitungstipps o.ä. – ich muss ins Bett und meine Waden pflegen. Morgen geht es nämlich weiter.

Persönlicher Kontakt: 0171/8323 565
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