Am Ende


Projekt 366-160214-23Ich gebe zu, der Gedanke ist ein wenig morbid. Aber nach dem Babybauchshooting gestern kam mir heute die Idee, ein Friedhofsfoto folgen zu lassen. Anfang und Ende, so ist das Leben.

Dass die gelben Blumen an diesem trüben Tag so stark herausstechen, ist natürlich der nachträglichen Bildbearbeitung geschuldet – aber dadurch zeigt das Bild auch genau das, was ich auf dem Friedhof gesehen und empfunden habe. Die Schärfeebene habe ich so gewählt, dass man auf dem Foto nur wenige Details erkennt – aber sie weisen sehr deutlich darauf hin, was das für ein Ort ist, an dem das Bild gemacht wurde.

Vielleicht noch eine Bemerkung zur Pietät: Ich finde, gegen Fotografie auf dem Friedhof ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Wahrscheinlich kann man auch die Namen auf den Grabsteinen mit ins Bild nehmen, schließlich kann sie auch jeder sehen, der den Friedhof besucht. Es ist kein Geheimnis, wer wann geboren wurde und gestorben ist. Ich hätte trotzdem nicht fotografiert, wenn andere Menschen dort gewesen wären – auch wenn Opa schon 30 Jahre tot ist, da passt das laute Klicken der Kamera irgendwie nicht. Aber wie gesagt, es war ein trüber Tag, ich war allein, und dann tut so ein Bild auch keinem weh.

P.S.: Spät am Abend habe ich erfahren, dass Valentinstag ist. Da habe ich vielleicht heute das Thema verfehlt.

Persönlicher Kontakt: 0171/8323 565
mail@stefananker.com

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