Besuch aus Entenhausen


Ente, Garten, Gras, Rasen, grün
Zutrauliche Enten im Garten des Fotografen, Königs Wusterhausen/D                    ©Stefan Anker

Donald und Daisy waren mal wieder im Garten – und haben meine ursprüngliche Fotoplanung durcheinandergebracht.

Ich lag gerade bäuchlings im Gras, um eine Schachbrettblume nach allen Regeln der Kunst zu fotografieren, als ich mich beobachtet fühlte. Tatsächlich, ohne Angst schritten Donald und Daisy auf mich zu, das Entenpaar, das dann und wann in unserem kleinen Teich zu Gast ist.

Der aufgeklärte Naturfreund wird mich jetzt korrigieren: Es waren Daisy und Donald, die in meine Richtung watschelten, man sieht ja schon am braunen Gefieder, dass hier das Weibchen den größeren Mut hatte. Stimmt, bis auf etwa drei Meter kam Daisy heran und ließ sich auch vom Klicken der Kamera nicht abschrecken.

Ich wüsste zu gern, ob ich die Ente auch hätte anblitzen können. Ich habe im Garten ein wenig mit dem Aufsteckblitz herumexperimentiert: Mal hatte ich ihn auf der Kamera, mal stand er daneben; mal blitzte er ganz normal, mal im HighSpeed-Modus (den ich dann erkläre, wenn ich ein entsprechendes Bild hier einstelle).

Als aber die Enten kamen, war der Blitz gerade abgeschaltet, zu Vergleichszwecken. Und weil ich keinen Schuss verpassen wollte, habe ich nicht lange an den Gerätschaften herum hantiert, sondern einfach mit jedem Entenschritt neu abgedrückt.

Den Blitzeffekt habe ich dann in der Bildbearbeitung nachzustellen versucht. Mithilfe einer Vignette und zweier Radialfilter (je einer um Daisys Kopf und Körper) habe ich die Belichtung rund ums Hauptmotiv verstärkt und zum Rand hin abgeschwächt – die sehr enge Tiefenschärfe nur auf Daisy (Blende 2.8, 100 Millimeter Brennweite) verstärkt den Effekt noch.

Außerdem habe ich mich dazu entschlossen, die Farbe Grün mit den Reglern für Farbtöne, Luminanz (Leuchtdichte) und Sättigung so lange zu bearbeiten bis ich die Lichtstimmung hatte, die ich mir wünschte: ein bisschen wie Abendsonne. Wenn man weiß, dass Daisy hier eigentlich durch den Schatten marschiert, dann ist dieser Effekt nicht so schlecht gelungen – was auch daran liegt, dass hinter den Enten tatsächlich noch ein Streifen Sonnenlicht im Rasen zu erkennen ist. Und das Ändern des Weißabgleichs in Richtung warme Farben hat auch geholfen.

Mit aktiviertem Blitz hätte ich wohl weniger Mühe mit der Nachbearbeitung gehabt, aber möglicherweise wäre Daisy dann schon nach dem ersten Schuss davon geflattert. Die beiden starten nämlich schneller, als man denkt – noch spektakulärer sind nur die Landungen auf unserem vielleicht zehn Quadratmeter großen Teich. Beides kommt immer so überraschend, dass ich bislang leider kein Foto davon habe.

Aber immerhin gibt’s schon ein schönes Porträt von Donald auf dem Wasser.

Persönlicher Kontakt: 0171/8323 565
mail@stefananker.com

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