Wir machen ein Bild von Dresden


Dresden, Elbufer, Hofkirche, Residenzschloss, Oberlandesgericht
Sehenswertes am Elbufer, Dresden/D                    ©Stefan Anker

Wegen des großen Erfolges: Schon wieder eine Sehenswürdigkeit, schon wieder ein fotografierendes Pärchen. Ja, wenn es so einfach wäre. Das Foto von gestern war Zufall, zwischen zwei Terminen bin ich am Berliner Dom vorbeigefahren und habe mir dort einfach die Zeit genommen. Heute hingegen wusste ich, dass ich am Abend in Dresden sein würde und hatte mir die Nachtaufnahme fest vorgenommen. Nur eine Sache konnte ich nicht ahnen.

Ich war überrascht, wie viele andere Fotografen dieselbe Idee hatten. Nachts um elf trafen wir uns auf der Carolabrücke, von wo aus man ein schönes Dresden-Panorama fotografieren kann. Es beginnt dann am linken Bildrand mit der Hochschule für Bildende Künste und der Frauenkirche, in der Mitte tauchen (wie in meinem Quadrat) Oberlandesgericht, Residenzschloss und Hofkirche auf, und daran schließen sich rechts Zwinger und Semperoper an.

Habe ich alles gemacht, sieht auch gut aus, hat man aber schon oft gesehen. Also fing ich wieder an, auf fotografierende Menschen zu zielen. Problem: die lange Belichtungszeit. Ich hatte mit ISO 100 und ca. 15 Sekunden angefangen, da kann man unmöglich verlangen, dass Menschen so lange still stehen. Der Vorteil: Es stört aber auch nicht, wenn einfach mal jemand durchs Bild läuft, der wird in der Regel gar nicht sichtbar.

Dann entdeckte ich das hier abgebildete Pärchen und wusste: Wer ein Stativ aufstellt, bleibt länger. Ich vervierfachte die Lichtempfindlichkeit meines Sensors auf ISO 400, weshalb ich die Belichtungszeit entsprechend kürzer wählen konnte, jetzt waren es nur noch  vier Sekunden. Und irgendwie tat mir der junge Mann den Gefallen, in dieser Zeit sehr konzentriert mit Kamera und Stativ zu hantieren, und seine Freundin schaute fasziniert zu – jedenfalls standen beide sehr ruhig da.

Wer genau hinsieht, bemerkt schon, dass sie nicht ganz scharf sind, das kann aber auch daran liegen, dass ich auf die Gebäude am anderen Ufer fokussiert hatte.

Der Rest ist Bildbearbeitung, im Wesentlichen habe Orange in der Schwarzweißmischung heller gemacht, was den Eindruck der nächtlichen Beleuchtung der Gebäude verstärkt. Das Pärchen hat natürlich wieder seinen eigenen Radialfilter bekommen, um es etwas deutlicher hervortreten zu lassen, und die Sterneffekte bei den Laternen – nein, die fügt man nicht in Lightroom hinzu und auch nicht in Photoshop, sondern man erledigt das gleich beim Fotografieren. Einfach Blende zu, mindestens Blende 8, besser Blende 11 vorwählen – dann kommt dieser schöne Lichteffekt von ganz allein.

Vielleicht noch die übliche Erklärung: Wenn das fotografierende Paar sich hier erkennt, dann bitte ich einen von ihnen, sich bei mir zu melden. Ich nehme bei Bedarf das Bild auch wieder aus dem Blog – noch lieber allerdings würde ich das Bild hier lassen und euch dafür die hochaufgelöste Datei und einen schönen DIN-A4-Ausdruck  zuschicken.

Persönlicher Kontakt: 0171/8323 565
mail@stefananker.com

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