Weiß und bunt


Schmetterling, Tagfalter, Falter, Rapsweißling, Oregano, Blüte
Rapsweißling an Oregano-Blüte, Königs Wusterhausen/D                    ©Stefan Anker

Es summte mal wieder über unserer Kräuterspirale, aber heute wollte ich keine Hummeln fotografieren wie neulich, sondern hatte es auf Schmetterlinge abgesehen. Sie haben eine höhere Fluchtdistanz und taumeln auch nicht wie in Trance über den Blüten, sondern sind etwas furchtsamer und somit hektischer unterwegs. Aber am Ende hat die geballte japanische Autofokus-Ingenieurskunst sie besiegt. Und ich habe eine erstaunliche Entdeckung gemacht.

Wenn man nämlich mal alle Extremitäten dieses Schmetterlings (genauer: dieses Tagfalters) zählt, dann kommt man auf eine ungerade Zahl. Sechs Beine sind zu unterscheiden (es dauert etwas, aber es klappt), dazu zwei Fühler und dann noch ein peitschenähnliches Gebilde. Das ist der Saugrüssel, mit dem der Schmetterling den Nektar aus der Blüte holt, und ich habe bis heute nicht gewusst, dass das Teil so lang ist (oder dass es überhaupt existiert). Lang lebe also die Makroaufnahme, die uns ein paar Geheimnisse offenbart.

Ich bin allerdings ein Flora-und-Fauna-Ignorant, ohne die Hilfe meiner Frau wüsste ich nicht einmal, dass die rosa Blüten, auf die unser Schmetterling es abgesehen hat, Oregano-Blüten sind – und dass die wiederum auf deutsch Majoran heißen. Man kann auch Dost sagen oder Wurstkraut, aber das ist nur angelesenes Wikipedia-Wissen, womit ich hier nicht langweilen will. Nur noch eins: Der Schmetterling ist ein Rapsweißling, ziemlich häufig, nichts Besonderes.

Mir gefällt allerdings an ihm, dass er ganz offensichtlich schon ein paar Attacken gieriger Vogelschnäbel überstanden hat, denn die Scharten in seinen Flügeln gehören da eigentlich nicht hin.

Was mir außerdem gefällt an dem Foto, ist ein neues Detail der Bildbearbeitung, das ich nach einem Tipp des bekannten Hochzeitsfotografen André Heinermann ausprobiert habe (und der hat es in einem Video von Lars Kehrel gesagt, dessen Youtube-Kanal zum Thema Lightroom ich hiermit empfehle). Es geht um das Verschieben der Regler, die man unter der Überschrift Kamerakalibrierung findet. Hier lassen sich die Farben Rot, Grün und Blau einzeln ändern und sättigen oder entsättigen.

Es ist ähnlich wie bei den Farbreglern, nur nicht in noch fünf weitere Farben unterteilt. Und der Effekt macht das ganze Bild irgendwie satter, frischer, lebendiger, ohne dass es künstlich wirkt. Ich habe das schon in den letzten Tagen immer mal wieder ausprobiert, werde das auch weiterhin tun und demnächst meine Eindrücke dazu etwas ausführlicher schildern.

Eins kann ich schon mal sagen: Im Gegensatz zu dem Hummel-Foto vor ein paar Tagen habe ich heute kein Blitzlicht eingesetzt und die Leuchtkraft der Farben zu einem guten Teil über die Kamerakalibrierung geregelt.

Persönlicher Kontakt: 0171/8323 565
mail@stefananker.com

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