Top Gear ist wieder da


Chris Evans, Top Gear, Interview, BBC, TV-Sendung, Autosendung
Chris Evans ist der neue Top-Gear-Moderator, Dunsfold/GB                    ©Stefan Anker

Sonntag (29.5.2016) ist es endlich soweit: Die BBC startet die Kult-Autosendung „Top Gear“ neu, nun nicht mehr mit Jeremy Clarkson, sondern mit Chris Evans, mit Co-Gastgeber Matt LeBlanc (der aus „Friends“) und vier regelmäßig erscheinenden Gastmoderatoren. Aber das nur am Rande, denn hier geht es ja eigentlich um Fotografie. Und da interessiert mich heute die Frage: Schwarzweiß oder Farbe?

Darum zeige ich ausnahmsweise eine Alternative zu meinem Foto des Tages, nämlich dasselbe Bild von Chris Evans in Farbe.

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Chris Evans auf derselben Aufnahme, nur realistischer                    ©Stefan Anker

Meine Einstellung zu schwarzweißen Fotos (genauer: zu umgewandelten Farbfotos) ändert sich langsam. Noch vor wenigen Monaten habe ich die Schwarzweiß-Umwandlung extrem sparsam eingesetzt. Ich war der Meinung, die Welt sei nun mal farbig, darum sei Schwarzweiß ein Special Effect, und den dürfe man nicht überstrapazieren.

Inzwischen bin ich mir sicher, dass eine Schwarzweiß-Bearbeitung gerade bei Kunstlicht und vor allem bei Mischlicht (also natürliches und künstliches Licht im selben Foto) eine Alternative ist. Die gelblichen Scheinwerfer im „Top Gear“-Studio, wo heute die offizielle Weltpremiere der neuen Staffel stattfand, schmeicheln dem blassen und rothaarigen Evans nicht gerade, finde ich.

Zudem gibt es im Farbfoto auch mehr Ablenkung von dem markanten Gesicht des Moderators. Die beiden hellen Flächen links und rechts von ihm treten deutlicher zutage, und auch der Interviewer und die unscharfen Frauenhaare rechts unten im Bild sind im Farbfoto stärker zu sehen, obwohl sie mit demselben Verlaufsfilter abgedunkelt wurden wie im Schwarzweißbild.

Das Geheimnis liegt im Kontrast. Schwarzweißfotos vertragen mehr davon, und so steht hier der entsprechende Lightroom-Regler nicht auf +26, sondern auf +50. Damit verlieren manche schwarze Bereiche zwar Zeichnung, aber sie sind mir in dem Fall auch nicht so wichtig wie dieser wunderbare Blick.

Ich habe mich also bewusst für Schwarzweiß entschieden, nehme aber auch gern Kommentare entgegen, die die farbige Variante bevorzugen. Schließlich besteht auch immer die Gefahr, mit Schwarzweiß in eine Falle zu tappen: Weil so viele bekannte Kunstfotos schwarzweiß sind, neigt man dazu, schwarzweiße Bilder grundsätzlich etwas positiver zu beurteilen. Was umgekehrt dazu führen kann, dass Fotografen in Versuchung geraten, schlechte Bilder mit einer Schwarzweißbearbeitung aufmöbeln zu wollen.

Das muss aber nicht unbedingt sein, darum habe ich mir vorgenommen, meine zunehmende Neigung zu Schwarzweißbildern eher selbstkritisch zu sehen. Wenn das überhaupt möglich ist.

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