Sonne und Mond


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Wasserturm bei Sonnenuntergang, Königs Wusterhausen/D                    ©Stefan Anker

Nicht dass jemand glaubt, ich hätte schon wieder geschummelt, dieses Mal ist der Sonnenuntergang echt und nicht am Computer entstanden wie neulich. Was man heute hier sieht in Sachen Licht und Farben, ist nicht das Ergebnis einer Manipulation, sondern Folge einer ganz normalen Optimierung. Die fing allerdings schon beim Fotografieren an.

Mir war der Wasserturm in unserem Dorf schon in den vergangenen Tagen aufgefallen: Wenn gegen 19 Uhr das letzte Sonnenlicht auf die Fenster fällt, sieht das sehr schön aus. Der zunehmende Mond kommt dann ja auch noch ins Spiel, da musste ich auf dem Rückweg von einem weiteren Shooting mit dem Audi R8 (heute Innenraum und Details) einfach mal anhalten und das Telezoom ansetzen.

Wichtig war, dass alle Fenster in der Senkrechten des Turms noch angestrahlt werden, und damit das Licht hier nicht ausfrisst, habe ich das Foto um zwei Stufen unterbelichtet. So blieben auch die Strukturen auf der Mondoberfläche (für Insider: das Gesicht des Mondes) erhalten, und damit wirkt er natürlich und interessant.

Ich bin ein wenig herumgewandert, bis der Mond die passende Höhe und den richtigen Abstand zum Turm hatte, und nach dem Fotografieren habe ich mich schon aufs Bearbeiten gefreut.

Lightroom bietet mir zwei verschiedene Möglichkeiten, das unterbelichtete Bild wieder schöner zu machen. Zum einen die Gradationskurve bzw. die vier Regler darunter (mit denen ich besser klarkomme). Damit fange ich nach dem Importieren der Bilder meistens an, vor allem die Regler „Helle Mitteltöne“ und „Dunkle Mitteltöne“ mag ich sehr, weil sie sehr sanfte, aber doch erkennbare Veränderungen bewirken. Weil ich so ein Kontrast-Junkie bin, ziehe ich den „Tiefen“-Regler immer auch ein kleines Stück nach links, mache die schwarzen Bereiche im Bild also noch etwas schwärzer.

Ganz ähnlich, nur deutlich härter arbeiten die Regler „Weiß“, „Lichter“, „Tiefen“ und „Schwarz“ im Abschnitt „Tonwert“. Damit habe ich dem Bild gewissermaßen den Rest gegeben, denn erst als ich dort den „Tiefen“-Regler (er entspricht eher den „Dunklen Mitteltönen“ der Gradationskurve) sehr selbstbewusst nach rechts (also Richtung hell) geschoben habe, kam das warme Rot der Ziegelsteine wieder so richtig zum Vorschein.

Danach habe ich gar nicht mehr viel verändert, sondern das Foto abgespeichert und einen schönen Ausdruck für meine Frau davon gemacht. Warum? Weil sie einiges damit zu tun hat, dass der alte Wasserturm aussieht, wie er eben aussieht.

Vor ein paar Jahren war er dem Verfall nah, weil das Dach kaputt war und es hineinregnete. Meine Frau und ein paar andere Bürger des Dorfes gründeten einen Verein zur Rettung des Turmes, und am Ende war der Investor des um den Turm liegenden Wohngebietes bereit, das denkmalgeschützte Gebäude zu sanieren und es einer sinnvollen Nutzung zuzuführen. Heute arbeitet eine Holzpellet-Heizung im Turm und versorgt einen großen Teil der umliegenden Häuser mit Wärme.

Persönlicher Kontakt: 0171/8323 565
mail@stefananker.com

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