Bitte durchhalten


Akkus, Batterien, Eneloop
Eneloop-Akkus, Königs Wusterhausen/D                    ©Stefan Anker

Viele Blogs machen ja gerne Werbung Produkttests, also dachte ich mir, das mache ich heute auch. Nur mit dem Unterschied, dass ich kein Geld dafür bekomme, auch schickt mir keiner etwas zum Testen zu – was ich nicht beklage, überhaupt nicht. Ich teste, wie jeder andere auch, meine Sachen im Normalbetrieb, das heißt, ich kaufe, benutze, und dann weiß ich irgendwann, ob etwas gut ist. So wie diese fantastischen Akkus, die mir vor allem bei einer besonderen Art meiner Fotografie helfen.

Die meisten wissen, dass ich vor dem Einsatz von Blitzgeräten nicht zurückscheue, im Gegenteil. ich finde natürliches Licht auch super (wer findet das nicht?), aber ich mache kein Dogma daraus, es unter allen Umständen einzusetzen. Blitzen erweitert schlicht die Möglichkeiten, nicht nur drinnen, sondern vor allem auch draußen.

Ich habe unlängst meine erste Hochzeitsreportage gemacht, und da kann ich ja nicht ständig zu den Leuten sagen, sie sollen sich mal passend zum Licht hinstellen. Wenn sie also irgend etwas Tolles machen, und sie stehen dabei mit dem Rücken zum hellen Himmel, dann sehen die Fotos (die sie natürlich von vorn zeigen, also mit Gesicht) ohne Blitz ganz schön finster aus, um nicht zu sagen: laienhaft.

Also habe ich immer den Blitz auf der Kamera und schalte ihn mal ein, mal aus. In Innenräumen blitze ich gern indirekt mit mehreren entfesselten und per Funkauslöser aktivierten Blitzen. Bei der Hochzeit neulich waren es zwei, bei der nächsten Gelegenheit will ich es auch mal mit drei Blitzen versuchen.

Jedenfalls braucht man ordentliche Akkus fürs Blitzen, denn je nach Lichtverhältnissen und Blitzmodus ziehen die Aufsteckblitze ordentlich Strom. Ich habe irgendwann mal die Eneloop-Batterien von Sanyo bzw. Panasonic für mich entdeckt, besitze jetzt sieben oder acht Vierersets (zwei für jeden Blitz) und mache mir eigentlich über die Bereitschaft meiner Blitze keine Sorgen mehr.

Ich ärgere mich immer noch darüber, dass Blitze, selbst wenn sie 500 und mehr Euro kosten, keine Ladestandsanzeige für die Akkus bieten, dass sie also irgendwann einfach nicht mehr funktionieren, weil der Strom aufgebraucht ist. Dieser Umstand tritt mit Eneloops aber nur noch sehr selten ein, ich würde sagen, dass man mit einem Satz mehr als 100 Blitzaufnahmen bei voller Blitzleistung machen kann. Da ich die Leistung der Blitze oft herunter regele, sind entsprechend mehr Auslösungen möglich.

Außerdem sind die Eneloops ganz groß darin, ihre Ladung zu halten. Einmal aufgeladen, sollen die weißen Standard-Eneloops noch nach fünf Jahren 70 bis 80 Prozent ihrer Kapazität haben, die schwarzen Eneloop Pro sind immerhin ein Jahr lang einsatzbereit, dafür haben sie etwas mehr Strom gespeichert. In der Praxis komme ich besser mit den Weißen klar, gefühlt halten sie länger durch im Einsatz. Jedenfalls kaufe ich nur noch weiße Exemplare, die schwarzen gehen nach und nach in Fernbedienungen o.ä., wo sie jahrelang funktionieren sollten.

Der einzige Nachteil, wie bei allen sehr guten Sachen: Eneloops sind teuer, für ein Viererset kann man mit rund zehn Euro rechnen. Hinzu kommt ein Spezial-Ladegerät, das die Eigenarten dieser besonderen Akkus berücksichtigt und so ihre Lebensdauer nicht verkürzt, wie es bei 0815-Ladegeräten passieren kann. Die guten Spezialteile, die mit verschiedenen Ladeströmen arbeiten und Akkus auch kontrolliert entladen können,  kosten so um 30 Euro.

Ach ja, das Bild von heute:  1.) Küchenarbeitsplatte. 2.) Makro-Objektiv. 3.) Kamera auf manuellen Modus schalten, Belichtungszeit 1/125 Sekunde 4.) Belichtung mit Blende und ISO-Wert so weit verändern, dass ohne Blitz ein beinahe schwarzes Bild entsteht. 5.) Blitz vor die Akkus stellen, auch hier manueller Modus, mit 1/4 Leistung anfangen. 6.) Blitzleistung anpassen, bis die Belichtung stimmt. 7.) Jetzt Blitzposition erarbeiten, immer wieder Testbilder machen und Blitzleistung ggf. anpassen. 8.) Eine gute Idee für solche kleinen Produkte ist der Einsatz eines Wabengitters vor dem Blitz – die Wabe richtet das Licht und verkürzt seine Reichweite, was man an dem schwarzen Hintergrund gut erkennt. Eigentlich ist da unsere von der Deckenlampe gut beleuchtete Küche zu sehen. 9.) Bildbearbeitung – schön Kontrast und Lichter einsetzen, dann Weißabgleich kräftig Richtung Blau. Keine Radialfilter oder Vignette dieses Mal – das hat alles die Wabe erledigt.

Persönlicher Kontakt: 0171/8323 565
mail@stefananker.com

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