Es gibt etwas zu gewinnen


Gitarre, Noten, Doppelbelichtung, Schallloch
Konzertgitarre und Noten, Königs Wusterhausen/D                    ©Stefan Anker

Von einer Premiere muss ich berichten: Ich habe heute, nach unzähligen Jahren des Fotografierens, zum ersten Mal eine Doppelbelichtung angefertigt. Man glaubt es kaum, weil dieser Effekt, dass man aus zwei Bildern eines machen kann,  doch sogar bei Smartphones zum Standard gehört, oder? Jedenfalls kann das so ziemlich jede richtige Kamera, und ich habe es nie probiert. Warum nicht? Ich bin wohl zu konservativ. Warum dann gerade heute? Hm, das mag ich kaum sagen.

Aber ich muss ja wohl. Also: Tatsache ist, dass es Tage gibt, an denen mich mein Projekt 366, nach dem ich 2016 jeden Tag ein Foto machen, hochladen und beschreiben muss, nicht nur fordert, sondern – na ja – auch stört. Heute zum Beispiel hatte ich einige Hundert Bilder zu bearbeiten, meine Frau hatte Geburtstag, es kam Besuch, abends ging es ans Aufräumen, Abwaschen, und irgendwann spät an diesem Tag  überlegte ich: Was tun?

Ich brauchte eine Notlösung, etwas, das sich schnell verwirklichen ließe. Gleichzeitig musste es auch gut aussehen, denn ich betreibe dieses Blog ja auch, um für mich als Fotograf zu werben. Ich brauche also weniger ein Dokument des Tages als eine veröffentlichungsfähige fotografische Arbeit.

Das ist ein hoher Anspruch, dessen Erfüllung jeder anders bewertet, und gerade im Zusammenhang mit Zeitdruck kann ich schon mal sagen: Ich bin nach Ablauf von gut zehn Monaten nicht unzufrieden mit meiner Ausbeute, aber du spielst auch nicht jeden Tag Champions League.

Klammer auf: Sollte es hier nicht etwas zu gewinnen geben? Ja, das gibt es auch, aber man muss dafür bis zum Ende lesen. Klammer zu.

Nach dem Ende des Projektes werde ich im Blog Bilanz ziehen, und ich hoffe, dass die Zahl der Verlegenheitsfotos unterhalb der 15-Prozent-Marke bleibt – und dass ich möglichst weniger als fünf Prozent Bilder gezeigt haben werde, die ich selbst im Nachhinein schlecht finde. Ich habe jetzt längst nicht mehr jedes meiner Projekt-Bilder im Kopf, und ich sehe auch nicht ständig nach (höchstens zum Verlinken), denn ich will mich von der Frage nach dem Gelingen auch nicht irre machen lassen.

Alles in allem aber bin ich mehr als froh, das Projekt angegangen zu haben. Nicht, dass es mir sonst an Arbeit mangelte, aber die langfristige Beschäftigung mit einem Thema (auch wenn es aus 366 einzelnen Themen bestehen kann) hat mir garantiert nicht geschadet. Ich habe zum Beispiel gemerkt, dass meine Art, fotografische Themen zu erklären, ganz gut ankommt, und ich werde 2017 aus dieser Erkenntnis etwas Neues für mein Geschäft machen. Mehr dazu, wenn es so weit ist.

Um noch einmal auf die Doppelbelichtung zurück zu kommen: Da kann ich definitiv keine Ratschläge geben, denn für diese Technik muss ich selbst erst ein Gespür bekommen. Heute habe ich, weil es schnell gehen musste, zwei Bilder kombiniert, die thematisch exakt zusammenpassen. Das ist nicht sehr kreativ, aber immerhin solide.

Und ich habe zusätzlich den Fehler vermieden, die Gitarre mit Klavier- oder Cellonoten zu kombinieren, so nach dem Motto: Wird schon keiner merken. Oh doch, es merkt immer irgendjemand, wenn man schlampig ist in den Details, und deshalb ziehen sich nun auch Noten für die Gitarre über die Gitarre.

Mehr zum Thema Doppelbelichtung, wenn ich mich intensiver damit beschäftigt habe. An dieser Stelle nur noch der Tipp, sich mal ein ganz spezielles Porträt hier im Blog anzusehen. Es zeigt einen tollen Fotografen, der analoge Doppelbelichtungen macht, also auf Film. Ganz wunderbare Arbeiten, die man auch kaufen kann, wirklich sehr empfehlenswert.

Und für die Musikinteressierten vielleicht noch ein ganz anderer Spaß: Unter allen, die bis zum kommenden Montag, dem 14.11.2016,  in einem Kommentar schreiben, welches Musikstück die Konzertgitarre hier spielen sollte, verlose ich drei hochwertige DIN-A4-Ausdrucke. Das zu druckende Motiv kommt hier aus dem Blog, es ist in der Regel frei wählbar, nur bei manchen Motiven stehen Persönlichkeitsrechte gegen diese Nutzung. Und da wir gerade beim Juristischen sind: Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück.

Persönlicher Kontakt: 0171/8323 565
mail@stefananker.com

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