In der Wichtel-Werkstatt


Schwippbogen, LED, dunkel, Wichtel, Werkstatt
Schwippbogen, Königs Wusterhausen/D                    ©Stefan Anker

Heute habe ich ein Machtwort gesprochen. Meine Frau hängt sehr an einem sehr alten Schwippbogen, der allerdings den Nachteil hat, pro Adventszeit mehrere recht teure Glühlampen zu zerstören und andere schwarz anlaufen zu lassen. Mit war das Ding schon lange nicht geheuer, und heute Morgen bekam meine Frau dann einen elektrischen Schlag. Gottlob nicht gefährlich und nicht schlimm – aber ich habe die Höllenmaschine abgeräumt und verfügt, nächste Woche auf dem Weihnachtsmarkt einen neuen Bogen zu kaufen. Dabei hatte ich längst für Ersatz gesorgt, schon vor Jahren. Aber meinen Kleinst-Schwippbogen (ca. 20 cm breit)  findet sie irgendwie zu steril, weil LED-beleuchtet und computergesägt. Immerhin, er darf im Wohnzimmer stehen, und also habe ich heute mal versucht, ihn etwas gemütlicher aussehen zu lassen. Wobei ich mich von einem bestimmten Bildbearbeitungs-Trick schnell wieder verabschieden musste.

LED-Licht ist weiß und kalt, aber wozu gibt es die Farbregler in Lightroom? Im Handumdrehen hatte ich wohlig-warmes Dunkelgelb erzeugt, doch der feine Lichtrand an der Unterkante des eigentlichen Bogens, der ließ sich einfach nicht mitwärmen. Also hatte ich zwei verschiedene Lichtfarben im Bild, und das sah gar nicht gut aus, weshalb ich alle Änderungen rückgängig gemacht und wieder mit dem weißen LED-Licht gearbeitet habe.

Die angekündigte Gemütlichkeit kommt dann aber doch noch zustande, nämlich mithilfe einer Unterbelichtung und einer grünen Bastelpappe als Hintergrund. Das Bild eignet sich in seinen dunklen Bereichen dann auch wieder als Monitortest (genau wie dies hier), denn wer nicht sieht, dass sich die Oberkante des Bogens vom Hintergrund abhebt, oder dass hinter der Wichtel-Werkstatt auch noch ganz zart die grüne Bastelpappe sichtbar wird, der hat ein kleines Monitorproblem. Warum? Weil sein/ihr Monitor zu dunkel ist, wird er/sie alle eigenen Bilder zu hell bearbeiten.

Wenn also das Hobby etwas ernster wird, ruhig mal über Monitorkalibrierung nachdenken.

P.S.: Oh, ob ich dazu etwas erklären kann? Ja, kann ich. Aber nicht heute, denn das Thema Kalibrierung und Farbmanagement ist eines der wenigen in der Fotografie, die wirklich schwierig zu besprechen sind. Dazu werde ich außerhalb des Projektes 366 hier mal etwas machen, aber das wird noch dauern.

Persönlicher Kontakt: 0171/8323 565
mail@stefananker.com

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