
Was unterscheidet den Fotografen vom Touristen? Der Fotograf sieht anders, und er wartet, bis er bekommt, was er sieht. Hört sich vielleicht etwas hochtrabend an, aber letztlich ist es genau so, und ich möchte es an diesem Bild hier gern erklären.

Was unterscheidet den Fotografen vom Touristen? Der Fotograf sieht anders, und er wartet, bis er bekommt, was er sieht. Hört sich vielleicht etwas hochtrabend an, aber letztlich ist es genau so, und ich möchte es an diesem Bild hier gern erklären.

Das Selfie des Jahres, oder? Ich hätte heute noch viel mehr Leute bei dieser speziellen Art der Fotografie beobachten können, denn das Innere der Grand Central Station in New York beeindruckt die Menschen so sehr, dass sie ihren Besuch dort dringend protokollieren müssen. Diese Familie hat es sich dann so richtig gegeben, und sie haben auch etwas länger versucht, ein wirklich gutes Bild zu machen, so dass ich in Ruhe ein paar Mal abdrücken konnte.
Heute habe ich mich mal als Fotoreporter betätigt, allerdings ohne Auftrag, sondern aus privatem Interesse. Bei uns im Wald hat sich die Bürgerinitiative gegen den geplanten Windpark getroffen und ein Reporterteam vom RBB empfangen. Sehr beeindruckend fand ich, dass auch noch zwei Vertreter der Firma dazustießen, die die Anlage bauen – während der Bürgermeister von Königs Wusterhausen und der Landrat des Kreises Dahme-Spreewald zwar angefragt waren, aber nicht gekommen sind. Rund zwei Stunden war das Drehteam da und hat für die zwei Beiträge (einer heute Abend über ca. 90 Sekunden, ein weiterer morgen Abend für ca. fünf Minuten) sehr viel Aufwand getrieben, extrem viele O-Töne eingeholt. Da bin ich wirklich gespannt auf das Ergebnis des Schnittes. Als Fotograf muss man bei solchen Ereignissen auf drei Dinge achten.

Jetzt wurde es aber höchste Zeit, dass wir den zweiten Teil des Babybauchshootings schaffen (siehe Foto vom 13.2.) – man sieht ja, dass das Kind nicht mehr lange warten wird. Andererseits: Wenn schon Babybauch, dann auch richtig und nicht nur so eine Sechsmonats-Beule.