Heute kein Text – ich bin in Eile, man sieht ja vielleicht an dem Foto, warum.
Kategorie: Detail
Spiegelproblem
Wer hier regelmäßig nach neuen Fotos schaut, der entwickelt mit der Zeit einen Blick dafür, wann ich was erlebt habe, wie kreativ oder aktiv ich an manchen Tagen war – und man sieht auch, wann ich keine rechte Idee hatte und/oder keine Zeit/kein Talent zur Umsetzung. Heute ist so einer von diesen trüben Tagen, und am Ende gab es noch ein richtiges Foto-Problem.
V.I.Pee
Das ist doch – nein, das kann nicht sein. Oder? Ja, doch, als Fotograf muss man auch mal da hin gehen, wo es weh tut – oder wenigstens etwas seltsam ist. Wer immer noch über das Motiv rätselt (die meisten Frauen haben das aus dieser Perspektive wohl noch nie gesehen): Es ist ein Urinal, also das Ding aus Keramik, das Männer zum Wasserlassen benutzen können. Damit das kleine Geschäft nicht zu einer großen Sauerei ausartet, gibt es in vielen Urinalen Zielmarkierungen, gewöhnlich ist eine Fliege auf das weiße Material gemalt. Hier aber ist es anders, vornehmer.
Am Ende
Noch vier Wochen
Es hat tatsächlich geklappt, und ich zeige hier mit einigem Stolz mein (vorläufiges) Lieblingsfoto von meinem ersten Babybauchshooting. Keine Ahnung, ob ich für dieses Bild den Originalitätspreis gewinne, aber sind das nicht zwei attraktive Gesichter? Speziell mit diesem Motiv (und auch mit ein paar anderen) habe ich mein schwangeres Pärchen ganz schön genervt, glaube ich. Weil es einfach zig Versuche braucht, bis viele, viele Dinge gleichzeitig im Foto passen.
Generalprobe
Der gute Fotograf bereitet sich vor, wenn er neues Terrain betritt. Na ja, ob das jeder gute Fotograf tatsächlich macht, das weiß ich natürlich nicht – aber ich persönlich wollte vor meinem allerersten Babybauchshooting morgen Mittag nicht so völlig praxisfrei dastehen. Also habe ich mein Hintergrundsystem aufgestellt und mit dem Gymnastikball meiner Frau sowie drei Aufsteckblitzen eine Generalprobe abgehalten – auf diesem Bild kam übrigens nur ein Blitz zum Einsatz. Der stand hinter dem Bauch/Ball auf dem Fußboden und war für zwei Dinge gleichzeitig verantwortlich.
Es hat gefunkt
Heute war ein so blauer Himmel, da konnte ich nicht widerstehen. Königs Wusterhausen, wo ich wohne, nennt sich selbst Rundfunkstadt, weil hier 1920 die erste deutsche Radiosendung ausgestrahlt wurde. 21 Funkmasten standen zur Rundfunk-Blütezeit auf dem Hügel, den wir immer noch Funkerberg nennen, heute ist nur noch Mast 17 übrig geblieben, 210 Meter hoch und über eine Leiter auch begehbar (nicht für jeden). Vielleicht beantrage ich den Aufstieg für ein tolles Landschaftsfoto mal im Sommer, heute waren mir der rot-weiße Anstrich des Mastes und der knackblaue, wolkenlose Himmel genug. Und es gibt vielleicht noch etwas zu sagen zum blauen Himmel im Allgemeinen.
Gin 2.0
Ich hätte ja nicht gedacht, dass ich so bald wieder mit Gin in Berührung kommen würde (siehe Foto vom 26.1.), aber heute war diese edle Flasche in der Post – da wollte mir jemand etwas Gutes tun, obwohl ich gar keinen Gin trinke. Trotzdem vielen Dank, denn als Fotomotiv eignet sich die blaue Flasche (der Gin selbst ist farblos) ganz hervorragend. Etikett und Name machen die Angabe glaubwürdig, dass das geheime Rezept dieses speziellen Gins von 1761 stamme – obwohl die abgebildete Queen Victoria erst 1819 geboren wurde (das Bild ist gar von 1887). Wie so oft kann man halt nicht alles haben.


