Narzissus und der Tulipan


unbenannt-3-2Man kann die Menschen wirklich schockieren, wenn man zugibt: Ich mag Blumen nicht besonders. Das ist bei mir tatsächlich so, ich interessiere mich daher auch nicht sonderlich für Blumenfotografie. Aber heute hat meine Frau einen Strauß Narzissen bekommen (was soll ich sagen: nicht von mir), und gestern schon waren Tulpen ins Haus gekommen. Da fiel mir ein Lied ein, das wir in der Schule oft gesungen haben:

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Alles gar nicht wahr


Projekt 366-160302-10Willkommen in der virtuellen Realität. Am Ford-Stand beim Genfer Automobilsalon kann man ein bisschen im Auto herumfahren, ohne sich vom Fleck zu bewegen. Das finde ich toll, nicht nur unter der Brille, sondern auch von außen betrachtet.

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Babybauch 2.0


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Babybauchshooting mit akrobatischer Einlage, Berlin/D                    ©Stefan Anker

Jetzt wurde es aber höchste Zeit, dass wir den zweiten Teil des Babybauchshootings schaffen (siehe Foto vom 13.2.) – man sieht ja, dass das Kind nicht mehr lange warten wird. Andererseits: Wenn schon Babybauch, dann auch richtig und nicht nur so eine Sechsmonats-Beule.

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Winter-Widerspruch


Projekt 366-160219-1Vielleicht findet man die Wahrheit in diesem Foto erst auf den zweiten Blick, aber das macht dann ausnahmsweise nichts. Ich bin immer noch auf der Histo-Monte unterwegs, habe heute wieder zwölf Stunden Karten gelesen und in den Sonderprüfungen versucht, meinen Fahrer beim Einhalten der geforderten Durchschnittsgeschwindigkeit zu unterstützen. Ich wollte nur nicht wieder ein Auto fotografieren, also sah ich in der Mittagspause über den Lac Saint-Point (ganz im Osten Frankreichs gelegen, nah an der Schweizer Grenze) und dachte, das Dorf gegenüber mit dem Teleobjektiv, das wäre doch schön. Aber als ich zum Ufer herunterging, sah ich noch mehr.

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V.I.Pee


Projekt 366-160215-20Das ist doch – nein, das kann nicht sein. Oder?  Ja, doch, als Fotograf muss man auch mal da hin gehen, wo es weh tut – oder wenigstens etwas seltsam ist. Wer immer noch über das Motiv rätselt (die meisten Frauen haben das aus dieser Perspektive wohl noch nie gesehen): Es ist ein Urinal, also das Ding aus Keramik, das Männer zum Wasserlassen benutzen können. Damit das kleine Geschäft nicht zu einer großen Sauerei ausartet, gibt es in vielen Urinalen Zielmarkierungen, gewöhnlich ist eine Fliege auf das weiße Material gemalt. Hier aber ist es anders, vornehmer.

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Am Ende


Projekt 366-160214-23Ich gebe zu, der Gedanke ist ein wenig morbid. Aber nach dem Babybauchshooting gestern kam mir heute die Idee, ein Friedhofsfoto folgen zu lassen. Anfang und Ende, so ist das Leben.

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Es ist wirklich der 9. Februar


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Februar-Strandleben am Pazifik, Malibu/USA                    ©Stefan Anker

Das glaubt mir natürlich keiner, aber ich bitte zu bedenken, dass irgendwo auf der Welt ja immer Sommer ist. Dies hier ist jedenfalls ein Schnappschuss aus Kalifornien, genauer:  aus Zuma Beach, einem Teil von Malibu. Träge rollt der Pazifik gegen den Strand, die Sonne brennt mit 30 Grad, und da kann man schon mal sagen: Time to Chill – so steht es jedenfalls auf den Rückseiten der Strandsitze dieses Paares. Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Vielleicht noch: Das Leben ist schön.

Persönlicher Kontakt: 0171/8323 565
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First Class


Projekt 366-160127-1Erster Klasse fliege ich nie, aber heute hat mich ein Kollege, der den besten Meilenstatus bei der Lufthansa hat, mitgenommen in die First Class Lounge am Frankfurter Flughafen. Das Gebäude sieht von außen ein bisschen nach Hochsicherheitstrakt aus, oder?

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Still ruht der See


Projekt 366-160119-6Hm, dieses Bild gucke ich mir gerade noch schön. Aber so sehr ich es auch versuche, ich muss heute, am 19. Tag des auf 366 Tage angelegten Projektes, zum ersten Mal einräumen, dass ich nicht 100-prozentig zufrieden bin mit dem Foto, das ich hier einstelle.

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Heute keine Kinder


Projekt 366-160118-8Ich gebe zu, dieses Bild ist schon wieder schräg, und im Sinne der Abwechslung wäre es gut gewesen, heute ein gerades Motiv zu haben. Aber erstens sieht dieses Foto schräg besser aus (ich erkläre gleich, warum), und zweitens ist die Sache mit der Abwechslung eine zusätzliche Herausforderung in diesem Projekt, die ich wahrscheinlich nicht an allen 366 Tagen bewältigen kann. Ich versuche schon, thematische Verschiedenheit zu bieten, also nicht drei Tage hintereinander ein Makro aus meinem Haus oder immer nur Landschaft, Landschaft, Landschaft zu präsentieren. Auch bekomme ich es bisher ganz gut hin, auffällige Bildformate mit genügend Abstand voneinander zu veröffentlichen. Aber heute hat sich halt mal eine Wiederholung der Bildsprache eingestellt, damit müssen wir jetzt leben.

Schräg steht diese Spielplatzszene, um den Regelbruch im Bildaufbau noch deutlicher hervorzuheben. Eigentlich soll man das Hauptmotiv in das Foto hineinsehen lassen, diese Schaukelente (heißt das so?) aber guckt definitiv nach rechts zum Bild heraus. So kann man verfahren, wenn man geheimnisvoll sein will (gut, hier auf einem Kinderspielplatz kommt das eher nicht infrage), oder wenn sich im Hintergrund eine Struktur ergibt, die interessant ist.

Genau das behaupte ich für dieses Bild, denn die Brücke auf der linken Bildseite (die wieder schön von links unten nach rechts oben ansteigt) gefällt mir nicht nur, sondern sie bildet in ihrer dezenten Farbe und ruhigen Struktur auch einen guten Gegensatz zur quietschbunten, fast schon lebendigen Ente.

Einen ähnlichen Bildaufbau wähle ich auch ab und zu bei meinen Autofotos, Beispiele dafür sind hierhier und hier zu sehen.

Vielleicht noch ein Wort zum Making Of: Ich bin ja ein Augenhöhen-Fetischist, darum musste ich hier eine Jeans ruinieren und mich ein paar Minuten in den Schnee setzen. Und wenn man beim Weitwinkel schön nah heran geht ans Motiv, dann erhält man auch mit kurzer Brennweite so etwas wie eine Tiefen-Unschärfe bei Blende 4 – mehr gibt meine Linse leider nicht her.

Am wichtigsten für dieses Foto ist jedoch der Einsatz eines Blitzes. Die Sonne kommt hier zwar noch nicht direkt von vorn, sondern schräg von links. Aber diese Position der Hauptlichtquelle genügt schon, um die Vorderseite der Ente deutlich dunkler erscheinen zu lassen als den Hintergrund. Um das auszugleichen und ein lebendiges Foto zu bekommen, kommt der Aufsteckblitz ins Spiel – wegen der geringen Entfernung zur Ente muss man die Blitzleistung herunter regeln. Um wie viel? Ausprobieren.

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