Normalerweise denke ich nie an den Geburtstag von Ernst Thälmann – ich interessiere mich eher wenig für Arbeiterführer. Aber heute gab es den Auftrag, einen Gedenkstein zu Ehren Thälmanns und der Kommunistischen Partei abzulichten, und ich mag ja die Aufgabe, aus irgendwelchen öden Motiven doch noch ein interessantes Bild zu machen.
Wir sehen einen Mann, der mit sich im Reinen ist. Es ist nicht seine Stärke, direkt in die Kamera zu lächeln, aber wenn er auf das Modellauto schaut, dann sieht er entspannt und zufrieden aus. Dieses Bild wird demnächst zusammen mit anderen Bildern auf www.welt.de/motor erscheinen, in der Reihe „Petrolhead der Woche“. Wofür dieser Petrolhead hier schwärmt, wird hoffentlich beim Blick auf das Foto sofort klar.
Das Jüdische Museum in Berlin hat mir heute Nacht eine fotografische Aufgabe gestellt, die ich nicht lösen konnte. Es muss irgend etwas mit Physik zu tun haben.
Diese Woche arbeite ich täglich in der Redaktion der „Welt“ mit, und da lag es nahe, mich mit der Kamera mal um die Skulptur „Balanceakt“ zu kümmern. Sie ist ein Werk des Bildhauers Stephan Balkenhol, steht seit 2009 vor dem Verlagsgebäude der Axel Springer SE und soll neben anderem an die Schwierigkeit erinnern, die Freiheit zu erhalten. Wer mehr dazu wissen will, den verweise ich auf die entsprechende Wikipedia-Seite. Hier geht es mehr um die fotografische Herausforderung, und die liegt bei solchen Motiven natürlich auf der Hand:
Ich bin so ein typischer Mann: Um das ganze Oster-Brimborium kümmere ich mich nicht, aber wenn es denn mal da ist, finde ich es toll. Darum habe ich auch ein paar schöne Dokumentarfotos gemacht, als die beiden Frauen meines Lebens sich heute ums Eierfärben gekümmert haben. Meine Mutter hat es also trotz Zugverspätung noch bis zu uns geschafft – und musste sich dann auch gleich nützlich machen. Mir gefällt das Foto nicht nur aus persönlichen Gründen, sondern ich mag es auch fotografisch, weil darin eine vielfach unterschätzte Kraft zur Geltung kommt.
Ich bin zwar viel unterwegs, aber ansonsten bin ich ganz normal: Ich freue mich, heute Abend meine Frau wieder zu sehen (wenn sie von der Arbeit kommt, denn inzwischen bin ich zu Hause), und ich habe aus Südafrika ein Souvenir für meinen Enkel mitgebracht. Für das Foto des Tages musste wieder mal ein Stück Flughafen herhalten, weil ich jetzt am Nachmittag noch zu arbeiten habe. Aber mir ist zu meinem heutigen Foto dennoch etwas eingefallen, das sich zu erzählen lohnt.
Viel los ist nicht in diesem Geschäft, aber das ist wohl auch Absicht. Wir werfen einen Blick in einen Hermès-Shop. Man findet ihn am Flughafen in San Francisco, aber es könnte auch jeder andere Airport sein und wahrscheinlich sogar jeder andere Standort in irgendeiner Großstadt: Diese Geschäfte haben nämlich eine wichtige Gemeinsamkeit: