Ach, was hatte ich mich auf den Vollmond gefreut. Hoch stand der noch nicht ganz volle Mond schon in den letzten Nächten über unserem Haus, dank des wolkenlosen Nachthimmels beschien er das Meer, und ich ahnte, ich dachte, ach was, ich wusste: Das wird mein perfektes Motiv in der Nacht vom 17. auf den 18. August. Pustekuchen.
Ach, immer nur Landschaftsfotos, das geht ja auch nicht. Heute ist mir ein schönes Porträt gelungen, über das ich mich besonders freue, weil die Rahmenbedingungen dafür eigentlich gar nicht gestimmt haben.
Heute wollteich mal wieder Farbe bekennen, und darum habe ich nach einem Motiv gesucht, das einen guten Kontrapunkt setzt zu dem Foto von gestern: Es sollte ein Bild sein, bei dem die Farben von Natur aus so wirken, dass ich nicht das Bedürfnis habe, sie per Bildbearbeitung zu verändern. Das hat auch geklappt, letztlich musste ich nur auf eine Sache warten.
Ich bekenne mich schuldig: Dieses Bild sieht mal wieder nicht so aus, wie die Szene im Moment der Aufnahme wirklich ausgesehen hat. Aber es gibt drei Gründe, aus denen ich selbst bei so einem vergleichsweise schlichten Motiv noch die elektronische Bildbearbeitung eingesetzt habe.
Wer sich in den Norden begibt, muss mit trübem Wetter leben können. Und das gilt sogar dann, wenn man eine Kamera dabei hat und schöne Fotos machen will. Für Strandwanderungen schleppe ich normalerweise nicht die ganze Ausrüstung mit, sondern entscheide mich für ein Gehäuse und ein Objektiv (sogar ohne meinen geliebten Blitz bin ich heute losgezogen). Angesichts des Grau in Grau, das mich erwarten würde, fiel mir die Auswahl nicht schwer.
Was für ein Wetter war das heute. Als wir mit der Fähre übersetzten zu unserer Urlaubsinsel Aeroe in der „Dänischen Südsee“ (südlicher Teil der dänischen Ostsee mit vielen kleinen Inseln), da schien die Abendsonne von schräg hinten, während eine heftige Unwetterfront vor uns her zog. Und als ich abdrückte, wusste ich schon, wie ich hinterher am Computer Gas geben würde.
Es ist Zufall, dass es Rewe ist, es hätte auch Aldi oder Netto sein können, oder was es da sonst noch gibt. Entscheidend ist: Heute beim Einkaufen sah ich die zusammen geschobenen Einkaufswagen da stehen, und als Fotograf wird man ja magisch angezogen von Strukturen, Linien, Symmetrien, Parallelen. Jedenfalls war im Laden kaum etwas los, entsprechend viele Wagen standen da, und ich suchte nach einer Möglichkeit, diesem schlichten Fotomotiv einen modischen Touch zu geben. Dabei stieß ich auf ein uraltes Prinzip.
Ich bin kein Paparazzo, ich werde auch keiner mehr werden, aber es gibt ein paar fotografische Techniken der Kollegen, die man sich durchaus näher ansehen sollte.
Doch, doch, das stimmt schon. Wenn ich in den Urlaub fahre (was gottlob bald wieder passiert), dann nehme ich Rätselhefte mit. Und in den ersten Tagen mache ich kaum etwas anderes, als ganz einfache Kreuzworträtsel und einige Variationen davon zu lösen. Es darf nicht zu anstrengend sein, und um die Ecke denken will ich gleich gar nicht. Ich will einfach nur da sitzen und im Halbautomatik-Modus funktionieren. Dieses Jahr wird sich dabei allerdings eine wichtige Frage in den Vordergrund drängen.
Ich will heute einfach mal technisch werden, also kamera- und objektivtechnisch. Das vermeide ich normalerweise, aber es gibt an meinem heutigen Foto des Tages eine Sache, von der ich glaube, dass sie ohne das Objektiv, das ich benutze, wohl nicht möglich gewesen wäre.