Was soll denn das? Plötzlich ist es nicht mehr 30 Grad heiß, plötzlich regnet es den halben Tag – offenbar ist der Sommer nun doch so langsam vorbei. Aber das kann letztlich nur den Menschen überraschen, denn die Pflanzen haben sich trotz der Hitze der vergangenen Wochen schon auf die neue Saison eingestellt, wie mein heutiges Foto des Tages andeutet. Dass es eigentlich fünf Bilder sind, hat übrigens einen speziellen Grund.
Da ist man nur ein paar Wochen im Urlaub, und dann das: Kahlschlag bei uns im Dorf. Gar nicht so weit von unserem Haus sind ein paar Tausend Quadratmeter Wald der Motorsäge zum Opfer gefallen. Als ich das heute entdeckte, stellten sich mir zwei Fragen. Erstens: Wieso? Und zweitens: Kann man dem Elend einen ästhetischen Reiz abgewinnen?
Aufmerksame Beobachter der Nachrichtenlage werden es sofort bemerken: Dieses Foto hätte ich besser gestern veröffentlichen sollen. Bayer schluckt Monsanto, dazu passt dann auch eine Aspirin, weil der Deal sicher noch ein paar Kopfschmerzen hervorufen wird, bei allen möglichen Beteiligten. Aber die Botschaft dieses Bildes hier ist weitaus schlichter.
Nicht dass jemand glaubt, ich hätte schon wieder geschummelt, dieses Mal ist der Sonnenuntergang echt und nicht am Computer entstanden wie neulich. Was man heute hier sieht in Sachen Licht und Farben, ist nicht das Ergebnis einer Manipulation, sondern Folge einer ganz normalen Optimierung. Die fing allerdings schon beim Fotografieren an.
Wir müssen alle mit Kritik umgehen können – und keinem von uns fällt es leicht. Wer fotografiert und seine Bilder zeigt, der will ja eigentlich nur hören, wie großartig seine Arbeit ist. Aber manchmal kommt es eben anders, und mein heutiges Foto erinnert mich an eine kurze, trockene und ziemlich harte Kritik, die ich mal für ein ganz ähnliches Bild einstecken musste.
Ich habe schon vieles gesehen, was vier Räder und einen Motor hat, aber das doppelsitzige Kart ist bisher an mir vorbeigegangen. Kaum hatte ich es entdeckt, habe ich alle anderen Karts ignoriert und versucht, für Vater und Sohn einen Volltreffer zu landen. Als das gelang, war nur noch eine Aufgabe zu erledigen.
Ich finde, man darf Bilder manipulieren, was Farbeindruck, Lichtstimmung und solche Dinge angeht. Man muss die Manipulation allerdings auch zugeben, zumindest auf Befragen. Mein heutiges Foto des Tages habe ich deutlich verändert, und ich gebe das sogar ungefragt zu – weil es ohnehin herauskäme.
Ich werde hier keinen Smartphone-Fotografen zum Spiegelreflex-Fan umprogrammieren. Aber ich wollte anlässlich der Vorstellung des iPhone 7 doch noch einmal etwas Echtes zeigen, das man vielleicht zukünftig immer seltener sehen wird.
Ich habe heute wieder mal etwas über SEO gelesen – Suchmaschinen-Optimierung. Aber ich wende das erlesene Wissen nicht an, weil ich mir die Freiheit nehme, Überschriften nach meinem eigenen Geschmack zu formulieren. SEO-mäßig hätte da jetzt stehen müssen „So sieht der neue Mercedes SL von innen aus“ oder vielleicht „Unglaublich, was der Blick ins Innere des nagelneuen Mercedes SL enthüllt“. Aber ich will das nicht. Mein Blog ist ein Langzeit-Projekt und wird sich auch ohne SEO-standardisierte Zeilen durchsetzen, da bin ich sicher. Das Projekt 366 wird zwar am Silvestertag enden, das war ja immer so geplant, aber dafür gibt es 2017 neue Aktivitäten, die ich jetzt vielleicht nur so andeute: Unglaublich, was 2017 auf MalAugeFragen.com los sein wird. Was das alles mit dem SL zu tun hat? Na ja, es wird nächstes Jahr hier auch um Autofotografie gehen, und das Innenleben des SL gibt jetzt schon mal eine Art Kostprobe.
Haben sie es tatsächlich geschafft: Noch vor dem Berliner Flughafen BER wird am 11. Januar 2017 die Hamburger Elbphilharmonie ihren Betrieb aufnehmen. Ich hatte heute in Hamburg zu tun und habe mir einen fotografischen Blick auf das gegönnt, was entstehen kann, wenn man sich neun Jahre Zeit nimmt – die etwas unwirkliche Nachbearbeitung ist dabei meine Reaktion auf die ebenso unwirkliche Geldsumme, die hier ausgegeben worden ist.