Ein ganz normaler Donnerstagabend, kurz nach 21 Uhr: Im Bahntower brennt noch Licht, überall, jedes Stockwerk, jedes Büro am Potsdamer Platz in Berlin ist hell erleuchtet. Unermüdlich suchen die Experten der Bahn nach Möglichkeiten, die Züge noch pünktlicher fahren, die Mitarbeiter noch freundlicher auftreten zu lassen. Es kann aber auch alles ganz anders sein.
1,20 Euro Parkgebühr verschaffen einem in der Gegend um das Brandenburger Tor ca. 40 Minuten Zeit. Man muss sich also die Motive, die man vom Symbol der deutschen Einheit macht, genau überlegen, bei mir hat es für vier Stück gereicht, und am Ende habe ich das gewöhnlichste von ihnen gewählt. Warum? Weil ich damit zeigen kann, wie man ein gängiges fotografisches Problem löst.
Heute ist es passiert, das Schlimmste nämlich, was einem Kreativen passieren kann: Mir ist nichts eingefallen. Niente, nothing, nada. Dass hier trotzdem ein Foto zu sehen ist, liegt nur daran, dass ich meine eigene Ideenlosigkeit ausbeuten musste – wie man sieht, sehr spät, genau 80 Minuten vor Ablauf der Frist. Kein Ruhmesblatt, zumal ich mich fast ausschließlich auf die Kamera- und Computertechnik verlassen habe.
Man soll ja nicht schadenfroh sein. Aber als ich heute in den Nachrichten hörte, dass auf unserer Autobahn die ganze Nacht gebaut würde und deshalb in östlicher Richtung zwei von drei Spuren gesperrt wären, da dachte ich: Wie schön.
Aufs Herzlichste begrüße ich hier alle, die sich, angelockt von der Überschrift, politische Erkenntnisse versprochen haben. War ein bisschen fies, gebe ich zu, aber wenn Sie schon da sind, mögen Sie sich vielleicht kurz mit dem Thema Fotografie beschäftigen. Und mit einer Idee dafür, wie man dem klassischen Sightseeing mit der Kamera etwas Neues abgewinnen kann. Am Ende wird es dann auch noch einmal politisch, versprochen.
Wahnsinn! Warum hatte ich heute eigentlich keinen Auftrag von DHL, den von ihnen gesponserten Porsche auf der von ihnen gesponserten Rennstrecke zu fotografieren? Falls das noch nachträglich möglich ist, bewerbe ich mich hiermit gern um diesen Auftrag 😉 Und ansonsten erzähle ich, wie immer, etwas übers Fotografieren. Dieses Mal: Wie schnell kann eigentlich ein Autofokusmotor sein?
Ich muss hier ehrlich sein: Die Überschrift ist ein Klischee, sie passt schön zum Bild (Nummer 1 fährt alleine durch die Nacht, das ist ja fast schon romantisch). Aber sie passt nicht ganz zur Wahrheit.
Wer, wie, was? Als ich diese Fassade entdeckte, fiel mir ein typischer Sendebeitrag der Sesamstraße aus meinen Kindertagen ein: „Eins von diesen Dingen ist nicht wie das andere“ – so hieß das damals (Heute auch? Ich gucke ja nicht mehr.) Ein wiederkehrender Song war das, der sich immer mit einer Kombination aus drei gleichen Teilen und einem vierten, nicht dazu passenden beschäftigte. Also drei Kugeln und ein Würfel. Oder dreimal rot und einmal gelb. Drei Tiere und eine Blume. Was Vorschulkinder eben auch verstehen. Aber ich finde ja, im Einfachen liegt die Kraft, und das alte Kinderlied hat mir geholfen, ein wichtiges Thema in der Fotografie herauszuarbeiten.
Heute war relativ viel los hier auf dem Blog, und ich weiß mal wieder nicht, warum. Manchmal liegt es an der Überschrift, aber „Nebel des Grauens“ hat gar nicht so viel gebracht. Deshalb schreibe ich über das aktuelle Bild auch nicht „Foto des Grauens“, obwohl es das verdient hätte. Ja, ich muss heute (und ich mache es wirklich nicht gern) ein total misslungenes Foto präsentieren. Dessen einziger Vorteil ist, dass es andere vor ein paar Fehlern warnen kann.
Nicht weitergehen! Das bedeutet dieses Schild mit den ausgestreckten Armen, das man auf Bahnhöfen finden kann, und so wie es hinter dem Schild aussieht, mag man auch gar nicht daran denken, hier noch einen Schritt zu gehen – selbst wenn sich das Schild gar nicht auf den rechten Bildteil bezieht, der zeigt nämlich einfach nur das Ende eines Bahnsteigs. Aber die ganze Szene sieht ein bisschen wie das Setting eines Gruselfilms aus, oder? Und der Grusel ist sogar echt, wenigstens ein bisschen.