Auch wenn man selbst niemals eine Villa besitzen wird, so kann man sich doch an dem Anblick fremder Häuser erfreuen. Manchmal findet man sie einfach am Straßenrand und macht ein Foto, das ist doch schon mal ein Anfang. Bleibt nur die Frage: Darf man das eigentlich?
Manchmal führen Überschriften im Internet zu einer bösen Enttäuschung, und das ist sicher auch hier bei mir so. Aber es ist trotzdem nicht falsch, dass ich dieses Bild hier als Katzenfoto anpreise.
Normalerweise denke ich nie an den Geburtstag von Ernst Thälmann – ich interessiere mich eher wenig für Arbeiterführer. Aber heute gab es den Auftrag, einen Gedenkstein zu Ehren Thälmanns und der Kommunistischen Partei abzulichten, und ich mag ja die Aufgabe, aus irgendwelchen öden Motiven doch noch ein interessantes Bild zu machen.
Oh, mein Gott, bin ich heute nass geworden. Ich sah heute Morgen aus meinem Hotelzimmer das aufziehende schlechte Wetter, habe mir meine Jacke und den Kamerarucksack geschnappt und bin zu der Stelle gegangen, wo ich den besten Blick auf den Hafen von Cascais und die dunklen Wolken hatte.
Diese Woche arbeite ich täglich in der Redaktion der „Welt“ mit, und da lag es nahe, mich mit der Kamera mal um die Skulptur „Balanceakt“ zu kümmern. Sie ist ein Werk des Bildhauers Stephan Balkenhol, steht seit 2009 vor dem Verlagsgebäude der Axel Springer SE und soll neben anderem an die Schwierigkeit erinnern, die Freiheit zu erhalten. Wer mehr dazu wissen will, den verweise ich auf die entsprechende Wikipedia-Seite. Hier geht es mehr um die fotografische Herausforderung, und die liegt bei solchen Motiven natürlich auf der Hand:
Gut, das Wort Porträt führt hier vielleicht ein wenig in die Irre. Allerdings: Meinen kurzen nächtlichen Rundgang durch New York habe ich mit einer 50-Millimeter-Festbrennweite unternommen, montiert auf eine Kamera mit kleinerem APS-C-Sensor. Und das bedeutet natürlich etwas für die Fotos.
Welche Kraft hat der erste Eindruck? Jeder, der dieses Bild hier sieht, wird annehmen, die Kerze im Hintergrund sei mit dem einzigen abgebrannten Streichholz angezündet worden. Doch das Bild allein gibt dafür keinen Beweis.