Heute ist mir das Peinlichste passiert, was einem Fotografen passieren kann, und ich danke dem Herrn, dass ich keinen richtigen Kundenauftrag hatte, sondern nur für mein Projekt 366 unterwegs war. Das ursprünglich geplante Foto musste ich jedenfalls abhaken – weil der Fehler, den ich gemacht hatte, nicht nur unangenehm, sondern auch unkorrigierbar war.
Man mag es nicht glauben, aber ich habe wirklich heute zum ersten Mal die HDR-Funktion in Lightroom benutzt. Und heraus gekommen ist nichts, was besser wäre als ein sauber bearbeitetes Standardfoto, wie ich es hier zeige. Das bedeutet: Entweder die HDR-Funktion von Lightroom ist schlecht. Oder ich kann damit nicht umgehen. Oder HDR wird ganz allgemein überschätzt. Oder ich habe das falsche Foto für eine HDR-Bearbeitung ausgewählt. Ich bitte also zur gemeinsamen Ursachenforschung.
Knapp drei Wochen Dänemark-Urlaub sind vorbei, und es war gar nicht so leicht, heute ein Bild mit getrübter Abschiedsstimmung herzustellen. Denn wir hatten an 17 von 19 Tagen geradezu karibisches Wetter. Aber mit Glück und Geschick habe ich heute Vormittag vor der Abfahrt noch ein Foto gemacht, das zum letzten Urlaubstag passt. Dazu mussten vier Voraussetzungen stimmen.
Ich habe heute auch noch andere Bilder gemacht als das hier, aber dann habe ich doch meinen Sohn und seine Freundin ganz freundlich gefragt, ob sie nicht auch glauben, dass ihr kleiner Sohn mein Bild des Tages ist, besser: sein muss. Ich durfte das Foto dann verwenden, was mich froh stimmt, weil der Kleine so niedlich ist und ich das Bild wirklich gut finde. Und natürlich, weil ich dazu wieder einiges zu erklären habe.
Ich schwöre, wir hatten heute einen harmonischen Familientag. Wie sollte es auch anders sein, wenn man den beliebtesten Sport treibt, den es gibt: Minigolf. Allerdings ist mir beim Fotografieren doch in den Sinn gekommen, die Harmonie ein wenig zu stören.
Wow, meine kleine Schicksalsstory von gestern ist ziemlich genau doppelt so häufig gelesen worden wie ein durchschnittlicher Blogpost – sollte ich am Ende mehr über meine Befindlichkeiten schreiben? Ach was, hier geht es um Fotografie, und außerdem bin ich ziemlich sicher, dass die eine oder andere Text-Bild-Kombination sowieso schon etwas über mich sagt. Vielleicht nur nicht so direkt. Heute allerdings liegt es wohl auf der Hand: Ich mag Schiffe.
Was für ein Tag! Heute habe ich mich als Autofotograf bei den 24 Tours du Pont präsentiert. Ich bezog am Morgen einen vier mal vier Meter großen Stand, über den ich zwei Wäscheleinen gespannt und daran 20 meiner besten Autofotos im A2-Format geklammert habe. Dann stand ich da mit meiner gewinnenden Art und habe einen Auftrag nach dem anderen entgegen genommen. Na ja, schön wär’s.
Die Frage ist rhetorisch, und alle Fotofreunde, die hier öfter mitlesen, ahnen das wahrscheinlich schon. Jedenfalls hält hier die Fähre nur scheinbar beherzt auf die Mole zu und wird am Ende das steinerne Bauwerk nicht wirklich in Gefahr bringen – das ist nur eine Art optische Täuschung, hergestellt mit einfachen fotografischen Mitteln.
Die Kunst ist ja praktisch überall, selbst am Yachthafen kann man sie finden. Mich hat diese angelnde Figur heute unwiderstehlich angezogen. Und als ich nach dem Fotografieren erfuhr, worum es bei dem Kunstwerk eigentlich geht, da war ich sogar richtig froh, dass „Der Stellvertreter“ heute mein Bild des Tages ist.
Heute habe ich mich völlig unprofessionell verhalten. Der Profi weiß nämlich genau, was er fotografieren will und richtet sich darauf ein. Er hat also eine ungefähre Vorstellung davon, wie es dort aussieht, wo er fotografieren will. Und er kann einschätzen, ob das Licht zur Zeit des Shootings einigermaßen passt. Der Amateur dagegen läuft durch die Gegend und entdeckt zufällig sein Motiv. So ging es mir heute, als ich in der prallen Mittagssonne die winzige Märchenstadt Aeroeskoebing in Dänemark besuchte. Hartes Licht und der entsprechende Schatten machten angemessenes Fotografieren der Häuser, Türen und Straßen eigentlich unmöglich. Aber es gibt natürlich auch dafür eine Lösung. „Klopf, klopf“ weiterlesen →