Eine der berühmtesten Rennstrecken der Welt ist seht kurz, und sie führt nicht im Kreis herum. Man kann sie nur einmal befahren, man kann nicht überholen, und der einzige Gegner ist die Uhr. Wegen des wechselhaften Wetters ist der Wettbewerb nicht besonders fair, trotzdem kommen jedes Jahr unzählige Autos und Fahrer.
Ich darf das eigentlich gar nicht sagen als unabhängiger Autotester – aber dieser neue Volvo V90 hier hat das Zeug dazu, mein Traumauto zu werden. Nicht so wie ein Porsche oder Ferrari, ich meine hier mehr einen erreichbaren Traum. Den großen Kombi könnte ich mir auch mal als eigenes Auto vorstellen. Allerdings müsste ich dafür schon noch ein paar Fotos mehr verkaufen. Immerhin beherrsche ich die nötige Technik, und ich enthülle hier gern vor aller Welt, wie es geht.
Ich hatte es ja versprochen, also kommt es hier auch: Ein Bild aus der Boxengasse des 24-Stunden-Rennens am Nürburgring. Solche Fotos kann man natürlich die ganze Zeit machen, weil immer eins der ca. 160 teilnehmenden Autos neue Reifen oder auch eine richtige Reparatur braucht. Am liebsten aber mache ich diese Bilder in der Nacht. Wegen des Lichts.
Totales Chaos am Nürburgring. Nicht mal eine Stunde nach dem Start des 24-Stunden-Rennens kamen solche Hagelschauer vom Himmel, dass es reihenweise Unfälle gab und später eine ganze Gruppe von Rennwagen nicht mehr den Anstieg aus der Fuchsröhre schaffte – auf ihren profillosen Reifen hatten sie einfach nicht mehr genug Grip und standen hilflos herum. Das Rennen wurde dann unterbrochen. Was meine geplante Fotoreportage allerdings nicht beeinträchtigt. Im Gegenteil.
Das wird ein gutes Wochenende. Ich bin heute am Nürburgring eingetroffen, um einen der schönsten Termine des Jahres zu machen: Das 24-Stunden-Rennen. Start ist morgen (28.5.2016) um 15.30 Uhr, vorher gibt es aber auch einige Rennen im Rahmenprogramm zu sehen – der lädierte Ford Escort hier hat am dreistündigen 24h-Classic-Rennen teilgenommen. Für mich war das die Gelegenheit, eine wichtige Fototechnik zu trainieren.
Im Kino würde man „Sneak Preview“ dazu sagen. Ich zeige hier ein Foto aus einer Produktion, die heute entstanden ist, aber erst am 19. Juni in der „PS Welt“ erscheinen wird, der Auto-Extremistenbeilage der „Welt am Sonntag“. In diesem wunderbaren Druck-Erzeugnis (ja auf Papier, und zwar auf besonders gutem!) wird garantiert kein Gramm Kohlendioxid gezählt (oder auch nur erwähnt), sondern man sucht sich da die heißesten Spielzeuge auf vier Rädern aus und setzt sie ansprechend in Szene. Für eine der Geschichten war heute ich zuständig, und ich kann versprechen, dass diese Mercedes G-Klasse 4×4 hoch 2 (heißt wirklich so) noch nicht das beeindruckendste ist, was mein Foto-Tag zu bieten hatte.
Natürlich gefallen mir alle Fotos, die ich hier einstelle, aber dieses hier mag ich ganz besonders: Weil es mein Streben nach Perfektion so kunstvoll zerstört. Die Frau auf den Inline Skates hatte ich nicht bestellt, sie kam plötzlich und unerwartet von der Seite, wahrscheinlich hatte sie auch gar nicht bemerkt, dass ich fotografierte. Und ich wusste schon: Na, vielleicht hat dieses Foto ja Potenzial als Outtake des Tages. So ist es gekommen, nur eine Sache ärgert mich noch daran. „Endlich mal ein Outtake“ weiterlesen →
Heute habe ich einen Fehler gemacht und bin dafür bestraft worden. Denn ich habe die erste Chance, die sich mir für mein Projekt 366 bot, ausgelassen und mich selbst auf später vertröstet. Alle Zeit der Welt würde ich noch haben – weit gefehlt.
Sieht das gefährlich aus oder nicht? Jedenfalls kann sich jeder vorstellen, warum ich gesagt habe, fahrt ihr mal allein, ich gehe lieber fotografieren, oder?
Ein altes Auto – ja. Ein alter Porsche – ja. Beides kann man gut erkennen. Doch um welchen Porsche es sich hier genau handelt, das werden anhand dieses Cockpit-Fotos wohl nur absolute Top-Experten sagen können. Es ist das Modell 718, das 1957 als Nachfolger des legendären Porsche 550 Spyder herauskam und dessen Erfolge auf den Rennstrecken noch übertraf. Dieses Foto hier entstand, weil Porsche den Nachfolger des Boxster nun 718 Boxster nennt. Damit will man den Wechsel von Sechs- auf Vierzylindermotoren (wg. Kohlendioxid-Emissionen) mit einem historischen Bezug adeln, was ich für ein bisschen durchsichtig halte.