Sommersonnenwende, längster Tag des Jahres – was konnte ich da anderes fotografieren als den Sonnenuntergang? In meinem Projekt 366 taucht dieses Motiv heute zum ersten Mal auf, obwohl es doch so beliebt ist. Ich allerdings finde Sonnenuntergänge eher gefährlich.
Ich habe dieses Blog aufgesetzt, um meinem Projekt 366 eine größere Plattform zu geben. Das Projekt lief zunächst nur auf meiner Fotografen-Homepage, und ich habe die neuesten Einträge immer nur auf der geschlossenen (wenn auch nicht leeren) Fotografen-Plattform Shootcamp bekannt gemacht. Dort hatte ich am 1.1.2016 einen Thread eröffnet mit dem Titel „Jeden Tag ein Foto, kann man das durchhalten?“. Heute ist mir zum ersten Mal ein „Nein“ als Antwort in den Sinn gekommen.
Ist man ein böser Mensch, wenn man kein Obst mag? Ich jedenfalls kann den meisten Früchten nicht viel abgewinnen, auch weil man sich auf ihren Geschmack nicht verlassen kann. Mal sind sie zu süß, mal zu sauer, irgendwie passt es mir nie richtig. Eine Ausnahme von dieser Regel macht die Kirsche, die ich täglich mehrfach essen könnte. Wir haben sogar einen anständigen Vorrat im Garten, aber der geht seit Jahren an uns vorbei. Wir haben ein Kirsch-Problem.
Man muss schon ganz genau hinsehen bei diesem Foto, um die Häuser der Menschen noch zu erkennen. Sechs Giganten des Grünstroms beherrschen die Szene, und sie sind beileibe nicht die einzigen rund um die Autobahnabfahrt Weißenfels an der A9. Ein riesiger Wald aus Windrädern ist hier aufgebaut, und ich muss zugeben, dass ich das Wort von der „Verspargelung“ der Landschaft nicht verstehe – oder besser: dessen negative Bedeutung nicht nachvollziehen kann. Ich finde Windräder wirklich schön, gerade in freier Landschaft, ich kann es nicht ändern. Trotzdem gibt es etwas, das mich an der Sache stört.
Es gibt ja nichts, was es nicht gibt, also gibt es auch einen Architekturpreis Beton. Und hier zeige ich einen Teil eines preisgekrönten Gebäudes, nämlich den Eingangsbereich des Museums Georg Schäfer in Schweinfurt. Auf der Homepage des Museums sieht man auch eine Fotografie des kompletten Gebäudes, dafür hat der Fotograf allerdings die Nacht abgewartet, damit keine Autos mehr durchs Bild fahren, und so viel Zeit hatte ich nicht. Ich habe aber etwas anderes gemacht. Etwas, das es eigentlich auch nicht gibt.
Heute habe ich alles richtig gemacht, jedenfalls was die Wahl des Objektivs angeht. Heute bin ich auch noch einmal am Bodensee losgezogen, dieses Mal im Gegensatz zu gestern aber mit zwei Kameras, so hatte ich Weitwinkel und Tele dabei. Dafür hatte ich mit einer Besonderheit des Lichts zu kämpfen.
Heute gibt es hier mal handfeste Beratung: Was tun, wenn man zum Fotografieren unterwegs ist und feststellt, dass man gern eine längere Brennweite dabei hätte, aber leider zu faul war, das schwere Teleobjektiv mitzuschleppen?
Man kann auch ohne Bildbearbeitung manipulativ sein beim Fotografieren. Es reicht schon, eine Brennweite auszuwählen, deren optische Effekte sich von dem unterscheiden, wie das Auge die Umgebung wahrnimmt. Bei diesem Foto eines Berliner Wohnhauses hat eine kleine Handbewegung ausgereicht, um die Fassade zwar grafisch interessant, aber auch irgendwie unbewohnbar aussehen zu lassen.
„Die Armeen aus Gummibärchen“ – kennt das noch jemand? Herbert Grönemeyer hat mit dieser Zeile sein Lied „Kinder an die Macht“ angefangen (30 Jahre her), und genau diese Zeile fiel mir heute ein, als ich beim Büro-Aufräumen eine kleine Tüte Gummibärchen fand. Das Problem war nur: Wie stellt man eine Gummibärchen-Armee auf, ohne dass sie gleich wieder umfällt?